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HORST POPPE und die Kraft der Begegnung

Horst Poppe – auf der Suche nach Begegnung Horst Poppes künstlerisches Werk ist geprägt von einer kontinuierlichen Suche: nach neuen Formen des Ausdrucks, nach Möglichkeiten, Malerei immer wieder neu zu denken, und nicht zuletzt nach Begegnung. Sein vielseitiges, über Jahrzehnte gewachsenes OEuvre lässt sich kaum auf einen einzelnen Stil oder ein bestimmtes Thema festlegen. Vielmehr zeigt sich ein Künstler, der seine Bildsprache immer wieder erweitert, verändert und aus neuen Erfahrungen heraus entwickelt.
Horst Poppe (1943–2011) studierte zunächst Schiffbau an der Technischen Hochschule Bremen und arbeitete mehrere Jahre zur See. Bereits während dieser Zeit widmete er sich autodidaktisch der Malerei. Später setzte er seine künstlerische Ausbildung an der Hochschule Bremen bei Prof. Jost Funke fort. 1998 war Poppe Gründungsmitglied der Künstlergruppe ART5. 2002 wurde er Mitglied der Gruppe 14+1 und war Gründungsmitglied der „Grupo Conexão Cultural“ in Luanda, wobei seine langjährige künstlerische Zusammenarbeit mit dem angolanischen Maler Álvaro Macieira prägend war.
So unterschiedlich die Werkgruppen auf den ersten Blick erscheinen mögen, verbindet sie doch eine zentrale Haltung: Poppe war ein Künstler der Begegnung. Menschen begegnen sich, Kulturen begegnen einander, Farbe trifft auf Material, Ordnung auf Zufall, Landschaft auf Abstraktion. Und immer wieder begegnet auch der Betrachter dem Bild als einem offenen Gegenüber. Die vorliegende Ausstellung versteht sich als konzentrierte Retrospektive und gibt einen ausgewählten Einblick in diese vielgestaltige künstlerische Entwicklung.
Die einzelnen Arbeiten stehen dabei nicht isoliert nebeneinander, sondern lassen sich als Stationen eines Weges lesen: von den frühen, regional geprägten Landschaftsbildern über die intensive Auseinandersetzung mit Material, Zeichen und Farbe bis hin zu den kulturübergreifenden und experimentellen Arbeiten der späteren Jahre. Die hier versammelten Werke meines Vaters laden Sie dazu ein, diesen Begegnungen nachzugehen und Horst Poppe als einen Künstler wiederzuentdecken, dessen Werk auch heute nichts von seiner Unmittelbarkeit und Offenheit verloren hat.
Dr. Frank Poppe, Halstenbek
Oktober 2026

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